Geschichte der Tischtennisabteilung

 

Das MTG-Tischtennis hat seine Anfänge in der ersten Blütezeit des Tischtennissports in Deutschland. 32 Jahre nach Gründung der MTG - genauer am 1. Februar 1931 - wurde die Tischtennis-Abteilung ins Leben gerufen. L. Waldenberger, E. Sack und F. Schey gründeten die Abteilung. Trainiert wurde im "Rheinpark" auf dem Lindenhof. Schon zu dieser Zeit machte ein Mitspieler auf sich aufmerksam: Walter Günthner. Sein Name ist untrennbar mit dem Tischtennis in der MTG verbunden.

In der ersten Mannschaft spielte er damals mit Schey, Sack, Waldenberger, Hockenheimer, Heger und Hornig auf lokaler Ebene gegen die Mannschaften des VfR, Neckarau, Phönix u.a. So schnell wie das Interesse am Tischtennis aufflammte, ließ es merkwürdigerweise auch genauso schnell wieder nach.

 

Direkt nach den Kriegsjahren, Ende 1945, baute "Nubbel" - so wurde Walter Günthner von uns gerufen - trotz seiner schweren Kriegsverletzung die Tischtennisabteilung zusammen mit Sportkamerad Heger wieder auf. Zu dieser Zeit war die Feudenheimer Schule die Trainingsstätte unseres in "MSG" umbenannten Vereins. Wir eilten von Erfolg zu Erfolg. Gleich in der 1. Saison holte sich die erste Mannschaft mit Tyroller, Heid, Karl Kraus, Kurt Mäntele, Herbert Tahedl, Hanstein und Günthner die Badische Mannschaftsmeisterschaft. Die Damen Doris Moser, Hüttner, Joos und Bätz wurden
Kreismeister.

In der 2. Saison nach dem Wiederaufbau belegten die Herren den 2. Platz in Baden. Noch erwähnenswerter ist der wohl größte Erfolg von Eugen Tyroller, der 1947 bei den Deutschen Meisterschaften im Doppel den 3.Platz belegte. Nicht nur die vielen Erfolge, sondern auch das vielfältige Engagement von Walter Günthner trug dazu bei, dass schon nach fünf Jahren 4 Herren- und eine Damenmannschaft gemeldet werden konnten. Die Spielstärke nahm durch Neuzugänge wie Jacobs, Karlheinz Reiter und Schröter sowie die starken Nachwuchsspieler Koch und "Männel" Wickersheimer noch zu. 1950 wurde die Mannschaft Tyroller - Reiter – Koch - Jacobs - Schröter - Wickersheimer ungeschlagen Badischer Mannschaftsmeister. Nun wieder als "MTG" gehörten wir zu den besten Tischtennis-Vereinen Deutschlands.

Ab 1951 wurde an fünf Tischen trainiert. Danach ging es dann regelmäßig in die Stammkneipe  "Paradies" in der Neckarstadt. Im selben Jahr wurde Werner Blatt Deutscher Jugendmeister. Der Andrang zu den Trainingsabenden war so groß, daß 1953 ein dritter Trainingsabend eingeführt wurde. Sogar der englische Weltmeister Jonny Leach erschien 1954 zu einem Schaukampf in der Humboldtschule, in die wir inzwischen umgezogen waren.

Leider verließen 1957 die besten Spieler Badens die MTG und schlossen sich anderen Vereinen an. Unverzagt machte "Nubbel" weiter. Er widmete sich verstärkt dem Nachwuchs und baute die Erfolge aus. Die 1. Jugendmannschaft mit Otto Sauer, Peter Baert, Lentz, Jacobs, Karlheinz Klebes und Alfred Zimmermann holte zum zweiten mal in Folge die Badischen Mannschaftsmeisterschaft und wurde nach einer knappen Finalniederlage sogar Zweiter der Südwestdeutschen Meisterschaft. Alfred Zimmermann stand noch bis 1996 in der 1. Mannschaft und unterstützte uns nicht nur mit seinem spielerischen Können. Auch heute noch steht er auf der Mannschaftsmeldeliste in der Hoffnung, dass ihn der alte Kampfgeist noch einmal packt.

Peter Baert wurde im selben Jahr mit dem Brötzinger Epp Südwestdeutscher Jugendmeister im Doppel. Im Mädchendoppel erreichten die Töchter von Eugen und “Nubbel", Britta Tyroller und Ria Günthner, einen beachtlichen dritten Platz. Ria kam sogar ins Mädchen-Einzel- Finale und unterlag dort der Deutschen Jugendmeisterin.
Die letzten wirklich großen Erfolge für die Tischtennis-Abteilung errang in den 60iger Jahren Joachim Baert. Er wurde zweimal hintereinander Südwestdeutscher Jugendmeister und Deutscher Vizemeister im Doppel zusammen mit dem Karlsruher Gloede. Aber auch die beiden Damen platzierten sich bis in die Saison 64/65 auf den vorderen Plätzen der Badischen Meisterschaft.

1961 nahm eine Partnerschaft mit dem Club Sportif in Toulon ihren Anfang, die lange Jahre bestehen sollte. Für Mannheim trat eine Kombination aus Post SG und MTG an. Es spielten Alfred Zimmermann, Körner, Gallion, Heinz, Kurt-Peter Becherer und Achim Fleischmann. In den folgenden Jahren verbrachten MTG-Spieler auch ihren Urlaub in der Gegend um Toulon und es ergaben sich viele private Kontakte.

Bis in die frühen 70er Jahre hielt sich die erste Mannschaft in der zweithöchsten Liga. Mit dem Wechsel von Joachim Baert zum TV Neckarau begann eine Abstiegsserie, die 1978/79 in der Kreisklasse A endete. In dieser Zeit waren zwei Herren- und zwei Jugendmannschaften aktiv. Leroy Hartmann, Jürgen Roßnagel, Karl-Heinz Gille, Rudi Batz und Harald Pechler wurden zweimal hintereinder Bezirks-Jugendmeister. Alfred Zimmermann und "Nubbel" überzeugten Joachim Baert von der Rückkehr in die MTG. Mit Baert, Hartmann, Zimmermann, Roßnagel, Becherer und Heck wurde der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksklasse gemeistert und in der nachfolgenden Saison ein beachtlicher fünfter Platz erreicht. Mit dem Einzug der Jugend in die Herrenmannschaften fehlte für zwei Jahre der TT- Nachwuchs, aber mit den Erfolgen der ersten Mannschaft kamen auch wieder Jugendliche in den Verein. Die Jugendmannschaft Bernd Preißendörfer, Thomas Schaller, Marco Satori und Thomas Walther erreichte dank der erfahrenen Vereinskollegen - in dieser Zeit trainierte Eugen Tyroller noch aktiv mit - sehr schnell ein beachtliches Niveau.

Nachdem die langjährige Nummer 1 der MTG, Joachim Baert, endgültig den Schläger weglegte, formierte sich nach erneutem Abstieg 1982/83 eine Mannschaft, aus der heute noch fünf Spieler aktiv in unterschiedlichen Mannschaften spielen: Jürgen Roßnagel, Alfred Zimmermann, Thomas Schaller, Harald Pechler, Rudi Batz, Harald Bauchspieß und Bernd Preißendörfer. Die ersten Sechs spielten in dieser Formation rund fünf Jahre und erlebten Auf- und Abstiege zwischen Bezirksklasse und Kreisliga.

Am 01. März 1988 verstarb Walter Güntner (Nubbel). Bis zu seinem Tod betreute er die immer wieder aufstrebenden Jugendlichen, saß jeden Trainingstag auf der Bank und hielt das Vereinsleben auch außerhalb der Halle am Stammtisch der "Drei Lilien" hoch. Unvergessen sind die Abende an Schlachttagen bei Knöchel und Sauerkraut. In seiner letzten Saison durfte er noch einmal den Aufstieg der ersten und in dieser Zeit einzigen Mannschaft in die Bezirksklasse erleben.

 

Alfred Zimmermann übernahm das Zepter in einer schwierigen Phase. Er konnte Harald Pechler für die Jugendarbeit gewinnen, bis dieser aus beruflichen Gründen die Aufgabe abgeben musste.

Im Oktober 1989 übernahm Wolfgang Ihle die Abteilungsleitung und Matthias Geiger dessen Stellvertretung. Zusammen entwickelten sie neue Ideen. Zunächst wurde wieder eine 2.Mannschaft etabliert. Sie hoben 1990 das mittlerweile zur Tradition gewordene "mini-Turnier" für den kleinsten TT-Nachwuchs aus der Taufe. Hier ist auch das Engagement von Werner Geiger zu würdigen, der sich von Anfang an um Anzeigen in der Turnierausschreibung bemüht. Ohne ihn wäre diese Veranstaltung nicht möglich.

Ebenfalls seit 1990 fährt unser Verein zu einem Vier-Länder Mannschafsturnier nach
Auer/Südtirol. Heute blicken wir auf eine langjährige Tradition beider Veranstaltungen zurück. Wichtigstes Anliegen ist und war, mehr Mitglieder in die Verantwortung und das Vereinsleben einzubinden. Zur ständigen Einrichtung wurde das sommerliche Grillfest und das Adventskegeln. Die abendlichen "Sitzungen" in der Stammkneipe "Bloomaul" wurden wieder besser besucht. Wenig später unterstützten Bernd Preißendörfer und Rolf Saffrich die Beiden bei der Jugendarbeit und der Kasse.

Darüber hinaus wurden in dieser Zeit teilweise 25-30 Schüler und Jugendliche von vier Übungsleitern trainiert und mit fünf Mannschaften gemeldet. Die erste Schülermannschaft kämpfte sogar in der Verbandsliga, der höchsten Klasse Badens.

Immer noch in der Turnhalle der Humboldtschule, die mittlerweile viel zu klein geworden war, wurden neue Trainingsmöglichkeiten gesucht. Man fand Zwischenlösungen. Ein dritter Trainingsabend und ein zweijähriges Intermezzo in der Groß-Sporthalle Neckarstadt sicherten das Training. Animiert von den Erfolgen, organisierte die Tischtennisabteilung in dieser Zeit zweimal die Kreismeisterschaft. Thomas Schaller wurde Jugend-Stützpunkttrainer in Mannheim.

Die erste Mannschaft stieg 1994/95 in die Bezirksliga auf. Es spielten Thomas Bendel, Martin Knoke, Thomas Schaller, Rudi Batz, Reinhard Meer und Thomas Harter.

1996, im Jahr seiner beruflichen und damit auch örtlichen Veränderung, erhielt Wolfgang Ihle nach langjährigen Verhandlungen eine modernere und größere Halle (Erich Kästner Schule / Grenadierstraße). Auch diese Halle liegt in der Neckarstadt und wir bleiben unseren Wurzeln treu.

In den sieben Jahren seines Wirkens erreichte Wolfgang Ihle einen Wiederaufschwung der Abteilung. Er mobilisierte verschüttete Kräfte und es gelang ihm, neue Mitarbeiter zu finden. Im Mai 1996 wurde Bernd Preißendörfer Abteilungssprecher. Matthias Geiger, Rolf Saffrich, Martin Knoke und Thomas Bendel unterstützen ihn bei seiner Aufgabe. Ebenfalls in diesem Jahr stürmte die zweite Mannschaft in der Aufstellung Meer, Harter, Becherer, Zimmermann, Harald Bauchspieß und Jürgen Ruck ohne Verlustpunkt in die Kreisliga.

1997 fand die Aufstiegsserie ihre Fortsetzung durch die 3.Mannschaft. Sebastian Selzer, Andreas Enssle, Rolf Saffrich, Timm Engel, Sebastian Sprick und Klaus Lickfeld schafften den Aufstieg in die Kreisklasse A. Unermüdlich kümmerte sich vor allem Thomas "Schnürle" Bendel um Neuzugänge, die neben ihren spielerischen Qualitäten auch menschlich in unseren Verein passen.

Am 30. April 1997 wird zum ersten Mal das "Nubbel-Turnier" zum Gedächtnis an Walter Günthner, unserem Abteilungsvater, ausgetragen. Im gleichen Jahr gründet Matthias Geiger die Hobby-Gruppe. Damit sollen Personen angesprochen werden, die das Tischtennis nicht als "Leistungssport" suchen. Dementsprechend locker geht es zu und oft werden auch andere Sportarten betrieben. Für unsere Abteilung ist dies sicher eine wertvolle Ergänzung.

1998 kehrte Martin Knoke aus dem Ausland zurück und intensivierte wieder die Nachwuchsarbeit. Diese zeigte auch schnell Erfolge sowohl auf Kreis- als auch auf Badischer Ebene.

1999 war ein Aufstiegsjahr für die MTG. Die 2.Mannschaft (Thomas Schaller, Reinhard Meer, Thomas Harter, Rudi Batz, Jürgen Ruck, Harald Bauchspieß und Timm Engel) schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse. Gleichzeitig rückte die 4.Mannschaft (Thomas Preukschat, Klaus Lickfeld, Peter Gleß, Joachim Költzsch, Oliver Preukschat, André Friederich und Marcel Köppe) in die Kreisklasse A auf. Zusätzlich holten Thomas Schaller, Tommi Harter und Reinhard Meer den A-Klassen-Pokal des Kreis Mannheim.

Das 100jährige Vereinsjubiläum feiert man mit einem großen Ereignis: Jindrich Pansky und Milan Orlowsky gastieren mit ihrer TT-Show.

 

Den ersten Aufstieg im neuen Jahrtausend schaffte die 3.Mannschaft mit dem Aufrücken in die Kreisliga. Mit diesem Jahr war auch ein neuerlicher Wechsel in der Abteilungsleitung verbunden. Bernd Preißendörfer übergab seine Aufgabe nach vier Jahren an Timm-Oliver Engel. In seiner Amtszeit hat Bernd die schwierige Aufgabe bewältigt, die Abteilung weiter auszubauen und zu konsolidieren. Leider konnte er wegen starker Beanspruchung sein Amt nicht weiterführen – bleibt jedoch der Abteilung als aktives (nicht nur spielendes) Mitglied erhalten.

In der Spielzeit 2000/01 schaffte unsere 2.Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga. In der Aufstellung Mark Hohenadel, Christian Seitz, Dirk Schick, Uli Meier, Rudi Batz und Sven Hillenbrand genügte der 2.Platz um höher zu rücken. Ohne Verstärkungen war dies aber leider nur ein „Schnupperjahr“ und ab 2002/03 war wieder die gewohnte Bezirksklasse angesagt.

2002 konnte die Schülermannschaft (Paul Rebsam, Kenan Celik, Taner Demir, Norman Erny) die Meisterschaft in der höchsten Klasse – der Verbandsliga – feiern. Ab 2002 gelten auch einschneidende Regeländerungen: Der Satz geht nur noch bis 11 und der Ball ist 40mm statt der gewohnten 38mm groß.

In der Saison 2002/03 gelang die Sensation: Die 1.Mannschaft stieg als Tabellenzweiter in die Verbandsklasse auf. In der Aufstellung Martin Knoke, Ralf Krebs, Armin Schieber, Dirk Schick, Christian Seitz, Thomas Schaller und Uli Meier war eine ausgeglichene Mannschaftsleistung ausschlaggebend.

Leider musste während der selben Spielzeit die 4.Mannschaft wegen Spielermangels zurückgezogen werden.

Die Schüler (Paul Rebsam, Kenan Celik, Taner Demir und Rany Azem) scheiterten im Endspiel um die Badische Mannschaftsmeisterschaft 2003 nur knapp mit 3:6 an Singen und holen damit den Vize-Titel.

In der Spielzeit 2003/04 gab es eine neue Sensation: Die Aufstiegsmannschaft hielt sich – verstärkt durch Uwe Piske - in der Verbandsklasse. Ausschlaggebend war eine überragende Rückrunde, in der Mannschaftsführer Dirk Schick alles aus seiner Truppe herausholte.
Währenddessen sammelten die 15jährigen Paul Rebsam und Kenan Celik ihre ersten Erfahrungen in der 2.Mannschaft, wo sie schnell zu Leistungsträgern wurden.

2004 kam Robert Pieczyk zur MTG, um den starken Nachwuchs weiter zu fördern. Hier hat die MTG die Spitzenposition in Mannheim inne. Außerdem tritt Pieczyk an Punkt 1 für die 1.Mannschaft an, in der mittlerweile auch Rebsam und Celik spielen.

2005 gab es wieder einen Aufstieg zu feiern: MTG II schaffte durch ein knappes 9:7 gegen TTC Ketsch II den Aufstieg in die Bezirksliga. Die MTG spielte mit Martin Knoke, Thomas Schaller, Uli Meier, Thorsten Quaiser, Ralph Spönlein und Rudi Batz.

Unsere 9. Ausgabe des "Nubbel-Turniers" war wieder ein voller Erfolg und dank zahlreicher Hilfskräfte ein gelungenes und spaßiges Event!

Die 16. Teilnahme beim Turnier in Auer/Südtirol wurde gleichzeitig zur Aufstiegsfeier genutzt. Ein gelungener Rundenabschluss, denn in der Aufstellung Daniel Silbereisen, Robert Pieczyk und Paul Rebsam konnte nach dem vierten und dritten Platz der letzten beiden Jahren endlich der „Schwarzenbach-Cup“ gewonnen werden.

Nach vielen Jahren gibt Rolf Saffrich sein Amt als Kassier in der Abteilungsleitung ab. Nachfolger wird Martin Krumm.

2005 war auch ein Jahr der Neuzugänge, denn mit sieben neuen Spielern konnten wir einen Rekordzuwachs zu vermelden. Wir freuten uns über Oliver Baier, Thomas Bruch, Kai König, Alexander Michailidis, Wolfgang Raisin, Raphael Schmitt und Daniel Silbereisen,